Verein zur Dorf- und Heimatpflege
Hesedorf bei Gyhum e.V.

 


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Die Querdurchfahrtsscheune

Querdurchfahrtsscheune

Geruest der Querdurchfahrtsscheune
Gebälk der Querdruchfahrtsscheune


Erbaut: 1769
Dacheindeckung: Ziegeldach mit Hohlpfannen
Besonderheiten: Die Querdurchfahrtsscheune stammt aus Elsdorf/Landkreis Rotenburg und wurde im Dezember 1986 abgebaut und eingelagert, nachdem sie bereits länger ohne Dach dagestanden hatte. Der Heimatverein hat sie in den Jahren 2002 bis 2003 wieder aufgebaut. Gebäude dieses Typs waren Bestandteil nahezu jedes Hofes unserer Region gewesen. Die Hölzer für unser Exemplar wurden im Frühjahr 1769 gefällt, so dass das Gebäude noch im gleichen Jahr errichtet worden sein wird. Es ist ein dreizoniger Bau, mit mittlerer Durchfahrt und zwei seitlichen Bansen. Die Durchfahrt war ursprünglich nicht durch Tore geschlossen gewesen und zu den Bansen hin waren nur schwach ausgebildete Trennwände vorhanden. Die Einlagerung des Erntegutes (Heu und Stroh, selten auch ungedroschenes Getreide) erfolgt bodenlastig, d. h. vom Erdboden bis unter den First des Hauses konnte gestapelt werden. Gebäude dieser Art haben typischerweise keine Decke in Inneren ausgebildet.
Wir haben anstelle der nördlichen Banse einen geschlossenen Raum geschaffen, in dem die Werkzeuge und Gartengeräte des Vereins untergebracht sind.
Das Dach wurde mit handgestrichenen, so genannten reduziert gebrannten schwarzen Hohlpfannen gedeckt. Dieses Material ist besonders schön, weil die Farbe der Pfannen von schiefergrau bis in rötliche Farbtöne wechselt und Pfannen dieser Art in der Dachlandschaft extrem selten geworden sind. Sie sind gerade bei historischen Gebäuden auch darum gut geeignet, weil sie mit ihrer dunklen Färbung viel besser als rote Pfannen an das ehemals vorhandene Strohdach erinnern.

 

Als Besonderheit ist der aus einem Findlingsstein gearbeitet Düsselfuß (Stein unter den Torpfosten) zu erwähnen.

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